Kürbisrisotto mit Pecorino Sardo und Kürbiskernen

Wenn die Tage kürzer werden, kommt bei uns gerne etwas Herbstliches auf den Tisch. Dieses cremige Kürbisrisotto verbindet die feine Süße des Hokkaido-Kürbisses mit dem kräftigen Aroma des sardischen Pecorino Sardo Maturo. Geröstete Kürbiskerne, frische Petersilie und ein paar Tropfen Kürbiskernöl geben dem Gericht den letzten Schliff.
Viel braucht es dafür nicht: guten italienischen Risottoreis, ein hochwertiges Olivenöl und ein wenig Geduld am Herd. Ein unkompliziertes Herbstgericht mit einer schönen Portion sardischer Lebensfreude.
ZUTATEN FÜR 2–3 PERSONEN
- 250 g Carnaroli Risottoreis
- 400 g Hokkaido-Kürbis
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 3 EL Copar classico extra vergine Olivenöl
- 100 ml trockener Weißwein
- 700–800 ml heiße Gemüsebrühe
- 60–80 g Pecorino Sardo Maturo DOP, frisch gerieben
- 2 EL Kürbiskerne
- 1–2 TL Kürbiskernöl
- Etwas glatte Petersilie
- Feines Meersalz aus Trapani
- Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
ZUBEREITUNG
1. Kürbis vorbereiten
Den Hokkaido waschen, halbieren und die Kerne entfernen. Anschließend in etwa 1–2 cm große Würfel schneiden. Die Schale kann beim Hokkaido ruhig dranbleiben. Etwa ein Drittel der Kürbiswürfel beiseitelegen.
2. Kürbis anbraten
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die beiseitegelegten Kürbiswürfel bei mittlerer Hitze goldbraun braten, bis sie weich sind, aber noch ihre Form behalten. Mit einer Prise Meersalz würzen und warm halten.
3. Das Risotto ansetzen
Die Zwiebel fein würfeln und im restlichen Olivenöl glasig anschwitzen. Den gehackten Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten, ohne ihn braun werden zu lassen.
Den ungewaschenen Carnaroli-Reis hinzufügen und unter Rühren etwa 1–2 Minuten anschwitzen, bis die Körner leicht glasig werden. Mit dem Weißwein ablöschen und diesen fast vollständig einkochen lassen.
4. Langsam cremig werden lassen
Die übrigen Kürbiswürfel hinzufügen und nach und nach die heiße Gemüsebrühe angießen. Immer nur so viel Brühe zugeben, dass der Reis knapp bedeckt ist. Regelmäßig umrühren und erst wieder Flüssigkeit hinzufügen, wenn die vorherige weitgehend aufgenommen wurde.
Nach etwa 18–20 Minuten sollte der Reis schön cremig sein, aber im Kern noch einen leichten Biss haben. Der weich gegarte Kürbis gibt dem Risotto dabei seine wunderbar goldgelbe Farbe.
5. Mit Pecorino vollenden
Den Topf vom Herd nehmen und den frisch geriebenen Pecorino Sardo Maturo unterrühren. Falls das Risotto zu fest ist, noch einen kleinen Schuss heiße Brühe hinzufügen. Mit feinem Meersalz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken.
6. Anrichten und genießen
Das Risotto auf vorgewärmte tiefe Teller verteilen. Die goldbraun gebratenen Kürbiswürfel daraufgeben und mit gerösteten Kürbiskernen, gehackter Petersilie und etwas zusätzlichem Pecorino bestreuen.
Zum Schluss einige Tropfen Kürbiskernöl darübergeben. Sein nussiges Aroma passt hervorragend zum süßlichen Kürbis und zum würzigen Schafskäse.
UNSER TIPP
Ein gutes Risotto darf nicht trocken sein. In Italien spricht man von all'onda – der Welle. Bewegt man den Topf leicht, sollte das Risotto sanft hin und her fließen.
Der Carnaroli-Reis ist dafür besonders gut geeignet. Er gibt beim Kochen Stärke ab, wird wunderbar cremig und behält trotzdem seinen Biss.
Das Kürbiskernöl immer erst zum Schluss über das fertige Gericht geben. Wenige Tropfen reichen, damit sein feines, nussiges Aroma zur Geltung kommt.
WEINEMPFEHLUNG
Zu diesem herbstlichen Kürbisrisotto empfehle ich den Dolia Nuragus di Cagliari DOC von der Cantina di Dolianova.
Der sardische Weißwein überzeugt mit seiner milden Säure, einer angenehmen Fruchtigkeit und seinem weichen Charakter. Er begleitet die natürliche Süße des Kürbisses, ohne sie zu überdecken, und harmoniert wunderbar mit dem kräftigen Pecorino.
Bei etwa 9–11 °C servieren – und schon wird aus einem einfachen Kürbisrisotto ein richtig schönes Herbstessen.
Buon appetito!
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