Vom sardischen Wein

Sardische Weine - vom wilden Hirtenwein zum edlen Tropfen

  • Wein ist ein landwirtschaftliches Erzeugnis, daß durch viel Arbeit, Wissen in den unterschiedlichsten Disziplinen und Mühe, zu dem wird was er ist: Ein wunderbares Getränk oder aber auch nicht.
    Dazu gehören immer zwei: Der Wein und Sie.

  • Bereist vor ca. 5.000 Jahren wussten sardische Hirten um wild wachsende Weinstöcke und wie sie daraus Wein machen konnten. Die Tradition und das Wissen um den Wein auf Sardinien ist also sehr alt.

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  • Heutzutage gibt es zwar viele Hilfsmittel (Traktoren, Bewässerung, Weinanalysen, etc.) aber die Arbeit muss genau wie früher getan werden und dies zum exakt richtigen Zeitpunkt. Und auch heute noch verdient der Weinbauer im Schweiße seines Angesichts, wenn er in den Weinbergen steht und sich um die Rebstöcke kümmert. Vom Anpflanzen der Rebstöcke über das Kontrollieren des Wachstums, zurückschneiden um die Qualität zu steigern bis zur Ernte gehen sind viele Stunden Arbeit zu leisten und es fließt Herzblut dabei.

  • Und dann „hängen“ je nach Ertrag und Rückschnitt 4-8 Flaschen Wein. Wenn der Wein geerntet ist, und dies muss genau zum richtigen Zeitpunkt passieren, geht es weiter mit entrappen und keltern.

  • Dann beginnt die Arbeit des Kellermeisters. Er entscheidet bei welcher Temperatur und für wie lange der Wein auf der Hefe liegt. Hier spielt die Erfahrung und das lokale Klima eine große Rolle. Natürlich gibt es modere Kellertechnik, aber auch diese will aufgebaut und gepflegt werden.

  • Nachdem der Kellermeister entschieden hat ob es ein sortenreiner Wein oder ein Cuveé wird, ob er Genußmittel oder ein schlichter Tafelwein. Aber der Kellermeister ist nichts ohne die Basis, die der Bauer in den Weinbergen geschaffen hat.

  • Er wird gefiltert, gelagert und dann kommt der Moment wo der Wein abgefüllt wird.

  • Flasche oder offener Verkauf (vini sfusi)? Welche Flasche, welcher Verschluß und welches Etikett können bei einem Wein über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Hier sind Marketingwissen und Weinwissen gemeinsam gefragt.

  • Und nun geht es ans verkaufen. Wie bringt ein sardischer Winzer seine Weine seiner Kundschaft näher? Welche Vertriebskanäle nutze ich, welche nicht. Geht man mit dem Wein zur „Vinitaly“ oder „Prowein“ lädt man Fachpublikum zur Verkostung. Ist der Wein so gut, daß er nur über Mundpropaganda läuft?

  • Und dann will der Wein verschickt werden. Verladen auf LKW oder Schiff geht er palettenweise auf die Reise zum Großhändler. Dort wird er ausgepackt, bepreist, geht ins Regal oder in den Versandkarton, verkostet und für gut oder schlecht befunden.

  • Diese Abläufe stelle ich mir manchmal bei einem Glas Vermentino vor und freue mich über diesen sardischen Wein, ob schlicht oder hervorragend, in meinem Glas durch vieler Hände Arbeit entstanden mit Liebe zum Detail.

 

Cin cin Ossip Bachmann

 

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