"Wie ich mein Herz an Sardinien verlor" "
Ich bin 46 Jahre alt und bereise Italien seit 30 Jahren. Mit 15 wohnte ich auf einem Campingplatz in Riccione in der Nähe von Rimini – und von da an war ich verliebt in dieses Land und allem, was dazugehört: Vespas, Pizza, Belle Donne ...
1999 entdeckte ich Sardinien. Ich war in Capo Testa und genoss für zwei Wochen das einfache, aber unglaublich geschmackvolle Essen, das Klima und das warme, glasklare Meer. Seit diesem Erlebnis fahre ich fast jedes Jahr mindestens einmal auf meine Lieblingsinsel.
Meine Urlaube sind schon fast Rituale. Nach zwei Flugstunden von Hamburg bis Alghero oder Olbia führt mich mein erster Weg an die Bar, um einen echten "Caffé" zu trinken. In Italien heißt unser Espresso "Caffé" und das, was wir als Kaffee kennen, Cafe americano. Danach wird ein Wagen gemietet, und es geht in den Süden, denn dieser Landesteil hat es mir besonders angetan.
Dort liegt Cagliari, die Hauptstadt Sardiniens mit 600.000 Einwohnern. In der Markthalle in San Benedetto kann man fantastisch essen einkaufen, und im Rest der Stadt locken unzählige Läden u.a. mit günstiger Mode oder traditionellen sardischen Süßigkeiten. Das besondere Urlaubsflair stellt sich beim Bummel durch die Altstadt Cagliaris ein, bei einer Passeggiata, einem gemütlichen Spaziergang. Und spätestens, wenn ich mit meiner Freundin auf dem Dach der Bastione di San Remy stehe, auf die Stadt, den Hafen und die glitzernde Bucht hinabschaue, dazu eine leichte Brise und ein Glas kühlen Mirto in der Hand, dann weiß ich, warum ich so gerne hierher komme.
Vor einigen Jahren hatte ich ein ganz besonderes Erlebnis. Wir waren mit vier Erwachsenen und einem führigen Mädchen auf der Suche nach einem guten Lokal für ein Abendessen. Ein sardischer Freund schickte uns in Quatro Muri, und ich ging hinein und fragte nach einem Tisch. Leider sei alles besetzt, wurde mir gesagt – aber dann kam unsere, blondgelockte Begleiterin herein. Auf einmal wurde im ersten Stock ein Tisch für uns freigeräumt, und die Kellner brachten eine Schüssel nach der anderen. Wunderbare Vorspeisen, die aus frischen Meeresfrüchten bestanden, danach Spaghetti arragosta in Mengen und gekühlten roten Hauswein – wir stapelten unsere Teller irgendwann übereinander, weil wir gar nicht aufhören konnten zu essen. Zum Nachtisch gab es für unseren kleinen Rauschgoldengel Eis in allen Sorten.
Sardinien bietet in meinen Augen für jeden etwas. Man kann Sport treiben, zum Beispiel segeln, Rad fahren, tauchen, joggen, wandern, bergsteigen, surfen und mit sehr viel Glück im Winter sogar Ski fahren. Oder man entspannt am Strand, liest auf einer schattigen Veranda ein Buch, setzt sich einfach in eine Bar und schaut dem Treiben zu oder genießt die lokale Küche. Und nicht zuletzt kann man auf Sardinien wunderbar einkaufen. Vieles von dem, was hier in den Läden liegt, ist in Deutschland gar nicht oder nur schwer zu bekommen. Kein Wunder, dass unsere Freunde uns immer nach Mitbringeln fragen. Und aus diesem Grund habe ich diese Webseite erstellt.
Ich glaube, Sie werden von Sardinien genauso begeistert sein wie ich.
Ciao ciao Ossip Bachmann
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